© wilfried-dechau.de / Nossa Punt
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Die Rettung der Versellbrücke ist eine Erfolgsgeschichte. Um es mit einer Metapher auszudrücken: Es wurden keine Brücken abgebrochen. Im Gegenteil. Die Beteiligten, der Verein und die Stiftung NOSSA PUNT, die Gemeinde und der Kanton – sie alle haben einen Brückenschlag gesucht und diesen in vorbildlicher Zusammenarbeit im Interesse der Versellbrücke gefunden. Dank der Übernahme der Versellbrücke durch die Stiftung NOSSA PUNT wird sie nun als Werk der Baukunst für weitere Generationen erhalten bleiben. Dies macht uns allen ganz besonders Freude. Und auch freut mich, dass der Kanton die Stiftung dabei auch massgeblich hat unterstützen können. Ich möchte nicht behaupten, – um bei den Bildern aus den Metaphern zu bleiben –, der Kanton habe der Stiftung NOSSA PUNT mit seinen finanziellen Beiträgen eine goldene Brücke gebaut, aber möglicherweise doch wenigstens eine silberne.

Regierungsrat Dr. Mario Cavigelli, Vorsteher Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement Graubünden


Ich erachte die Vorderrheinbrücke Tavanasa als in hohem Mass erhaltungswürdig. Sie steht an einem brückenbaugeschichtlich bedeutenden Ort, weist bedeutende Qualitäten auf, ist ein Hauptwerk eines bedeutenden Ingenieurs und zeugt von der ausserordentlichen Anstrengung aller Beteiligten nach der Katastrophe von 1927.

Aus dem Gutachten von Prof. Peter Marti, im Auftrag des Amtes für Kultur des Kantons Graubünden


Die Vorderrheinbrücke Tavanasa steht an einem brückengeschichtlich bedeutenden Ort, zeigt einen ungewöhnlich schlanken Betonbogen, der von gemauerten Pfeilern und Widerlagern wirkungsvoll eingerahmt wird, ist ein Hauptwerk des bedeutenden Ingenieurs Versell und lässt sich in der Entwicklung des Betonbrückenbaus präzis zwischen Maillart und Menn platzieren. Dies rechtfertigt Anstrengungen zu ihrer Erhaltung. Diese Meinung teilt der Gutachter Professor Peter Marti, der Versells Brücke als «in hohem Mass erhaltungswürdig» einstuft. Der Entscheid, die Brücke abzubrechen, erscheint vor diesem Hintergrund unverständlich. Die Brücke kann in Zukunft durchaus eine ihrem Alter und Zustand entsprechende Funktion übernehmen. Die Umnutzung in eine Brücke des Langsamverkehrs könnte die Brücke vor hohen Verkehrseinwirkungen und intensivem Tausalzeinsatz entlasten. Wenn dazu die Fahrbahn gegen Wasser abgedichtet wird, sind gute Voraussetzungen für eine lange Lebensdauer des Werks gegeben. Wie tief die Massnahmen greifen müssen und wie viel sie kosten, kann erst nach Vorliegen eines Massnahmenkonzepts gesagt werden. Zuvor abgegebene Prognosen wären entsprechend fehleranfällig. Gegenwärtig wird im Auftrag der Denkmalpflege eine Zustandsuntersuchung und ein Massnahmenprojekt zur Erhaltung von Versells Hauptwerk erstellt.

Jürg Conzett ist Teilhaber des Ingenieurbüros Conzett Bronzini Partner AG in Chur und Präsident der Gesellschaft für Ingenieurbaukunst. Adresse des Autors: Jürg Conzett, Conzett Bronzini Partner AG, dipl. Ing. ETH/FH/SIA, Bahnhofstrasse 3, 7000 Chur


Auch wenn die neue Brücke fast alle Funktionen der alten Brücke übernehmen wird, so wird sie doch ein weniger zentraler Übergang sein und vor allem dem Autoverkehr von und nach Brigels dienen. Deren Aufgabe ist also nicht primär die Verbindung der Ortsteile, sondern die Gewährleistung einer modernen Verbindung zwischen Brigels und der Kantonsstrasse im Tal.
Aus diesen Überlegungen heraus finde ich die Idee, die alte Brücke dem Langsamverkehr offen zu halten sehr gut. So wird sie als Schulweg, attraktiver Veloweg, Aussichtspunkt auf den Rhein, historisches Gebäude, Mahnmal vom Bergsturz, Zeuge einer wichtigen Epoche der Ingenieurskunst und nicht zuletzt als Symbol der Verbundenheit zwischen Danis und Tavanasa erhalten bleiben.

Marc Cathomen, Vorstandsmitglied, Danis


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